MARTINA FISCHER at
TOSHINA ART GALERIE  

 

Invitation  

Pressetext
Toshina Art Galerie,Leipzig
 

Essay by
Raphy Sarkissian, NY
 

Installation Views  

 


Morpho 1
2008, oil/acrylic on canvas
160 x 120 cm  

 


Morpho 2
2008, oil/acrylic on canvas
140 x 140 cm  

 


Kleine Chimären
2008, oil/acrylic on canvas
50 x 50 cm

 

Toshina Art Galerie präsentiert
in ihrer ersten Einzelausstellung

Chimären

Malerei von Martina Fischer

vom 27. März bis 25. April 2009 / Vernissage: Donnerstag, 26. März 2009, 20 Uhr

Trugbilder, endlose Räume unerschöpflicher Imagination, das Verschmelzen von Realität und Fantasie zu einem neuen Ganzen, dass war es, was Martina Fischer bei ihren Arbeiten an den Chimären beschäftigte. Die Künstlerin, die sich selbst in Meersburg am Bodensee heimisch fühlt, fand in der Toshina Art Galerie in Leipzig mit ihren Bögen und Schwüngen, Winkeln und Linien einen verwandten, aufregenden Ort für ihre Werke. Die fast zerbrechlich wirkenden Konstruktionen in Fischers Bildern ziehen den Betrachter unweigerlich und immer tiefer in ihren Bann. Sich dem zu widersetzen sinnlos, ist es statt dessen eine Freude, darin umherzuschweifen und zu verweilen. Zart und stark zugleich die Gerüste und Linien, die ein ums andere Mal zarte, illuminierte Wesen ähnlich durchscheinenden Insekten umfangen, zugleich dunkel, manchmal bedrohlich erscheint das Szenario.

Der New Yorker Kunstwissenschaftler Raphy Sarkissian sieht in Fischers Chimären sowohl Linearität als auch stark malerische Züge, deren Vermischung Fischer so meisterhaft und absolut fesselnd beherrscht. Der Schweizer Kunsthistoriker Heinrich Wölfflin beschreibt, was Fischers Bilder so faszinierend macht: „Linearer Stil gibt dem Betrachter ein Gefühl von Sicherheit, als ob er mit dem Finger daran entlangfahren könnte, und alle modellierten Schatten folgen der Form so exakt, dass sie letztendlich den Berührungssinn übertreffen“, und warnt zugleich vor dem globalen Lapsus beim Betrachten von Malerei: Weil sie “ihre Wurzeln nur im Auge (hat) und auch nur dem Auge sichtbar (ist), und so wie das Kind aufhört, nach Dingen zu greifen, um sie zu ‘verstehen’, hat die Menschheit aufgehört, Bilder auf ihre fühlbaren Werte zu testen.” (Prinzipien der Kunstgeschichte, 1913). Die Chimären von Martina Fischer laden ein, lustvoll und offen, wieder „fühlenden Auges“ zu sehen, zu tasten, zu suchen, zu ergründen, zu erfahren.

Die 1967 in Mannheim geborene Künstlerin lebt in Meersburg am Bodensee. Nachdem sie in Heidelberg Musikwissenschaften und Kunstgeschichte studierte, schloss sie an der Akademie der Bildenden Künste in Wien ein Studium der Malerei an. Toshina Art Galerie präsentiert die Chimären Martina Fischers erstmals in Deutschland, Ausstellungen früherer Werke begeisterten Besucher u.a. in New York, Mailand, Wien, München und Berlin.  

 

Montag bis Freitag 10-19 Uhr
Samstag 10 bis 13 Uhr

Tschaikowskistraße 21 / Ecke Hinrichsenstraße
04105 Leipzig

Tel. +49 (0) 341. 354 16 15
Fax. +49 (0) 341. 234 76 96  

 

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